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In nur wenigen Schritten zum perfekten ETF: Auf welche Kriterien sollte man bei der Auswahl achten?

Ein Gastbeitrag von Sven Schäfer

Die sogenannten ETFs erfreuen sich bekanntlich schon seit einigen Jahren nicht nur hierzulande stetig wachsender Beliebtheit bei den Anlegern – nicht zuletzt aufgrund der potentiell möglichen Gewinnmargen. Doch obwohl es sich dabei um ein vergleichsweise simples Anlageprodukt handelt, unterlaufen vor allem Einsteigern immer wieder kostspielige Fehler, die unter Umständen sogar zum Verlust sämtlicher Ersparnisse führen können. Aber wie findet man denn eigentlich einen möglichst sicheren und beständigen Investmentfond? Worauf sollte man bei der Suche unter allen Umständen achten? Und mit welchen Tücken muss man dabei gegebenenfalls rechnen?

Mittlerweile (Stand: September 2022) stecken weltweit mehrere Billionen Euro in börsengehandelten Indexfonds – Tendenz: weiter steigend. Doch obwohl ETFs allgemeinhin als relativ einfache und kostengünstige Anlageform gelten – zum Beispiel im Vergleich zum normalen Börsenhandel – hört man immer wieder von Anlegern, die ganz offensichtlich auf das falsche Pferd gesetzt und nahezu alle Ersparnisse binnen kürzester Zeit verloren haben. Aber warum ist das eigentlich so? Zum einen wählen überraschend viele Anleger einen Index, der nicht zu ihren eigentlichen Anlagezielen passt. Zum anderen lassen sie sich häufig von übertriebenen und nicht wirklich nachhaltigen Aktienbewertungen blenden, da die Indizes eben nicht nach Unternehmensqualität, sondern stattdessen nach dem aktuellen Börsenwert ausgewählt werden.

zu blütenartigen Trichtern geformte Dollarnoten, die in einem Beet stecken

Aller Anfang ist schwer

Bevor man sich für einen ETF (Exchange Traded Fund) entscheidet, sollte man sich im ersten Schritt Gedanken über den sogenannten Anlagefokus machen: Soll der Schwerpunkt beispielsweise auf Aktien, Rohstoffe oder Anleihen liegen? In welchem Segment soll das Geld investiert werden (weltweiter Aktienmarkt, regionale Begrenzung etc.)? Und sollen hauptsächlich nachhaltige Unternehmen in dem gewünschten Index gelistet sein oder spielen Branche und Produkte eher eine untergeordnete Rolle? Im nächsten Schritt folgt dann die konkrete Index-Auswahl, die aufgrund der zahlreichen ETFs (mittlerweile gibt es mehrere tausend weltweit) nicht immer leicht ist. Möchte man zum Beispiel nur auf breit gestreute Markt-Indizes setzen, oder stattdessen lieber auf wenige, dafür aber namhafte Benchmark-Indizes? Vertraut man auf eine bestimmte Branche, die aufgrund neuer und innovativer Produkte potentiell besonders hohe Gewinne verspricht (Gesundheitssektor, IT etc.) oder soll das Portfolio möglichst facettenreich aufgebaut sein?

Sobald der passende Index gefunden ist, stellt sich im letzten Schritt die Frage, welcher ETF denn überhaupt der richtige ist. Hier kommt es zwar vor allen Dingen auf die individuellen Bedürfnisse, die persönlichen Wünsche und nicht zuletzt auch auf die finanziellen Möglichkeiten des Anlegers an, doch sollte man trotzdem nicht nur die subjektiven, sondern gleichwohl auch die objektiven Auswahlkriterien etwas genauer unter die Lupe nehmen:

Subjektive Kriterien bei der ETF-Auswahl
Objektive Kriterien bei der ETF-Auswahl

Währungsrisiken und zu geringes Fondvolumen

Abschließend sei gesagt, dass Aktien aus anderen Ländern stets in der jeweiligen Landeswährung gehandelt respektive notiert werden – und da viele ETFs auf eine möglichst breit gestreute Auswahl setzen, kommt es nicht selten vor, dass beispielsweise US-Aktien einen Großteil des Gesamtwertes ausmachen. Eine starke Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro kann für den Anleger dementsprechend ein hohes und unkalkulierbares Risiko darstellen. Sollten darüber hinaus noch weitere Fremdwährungen inkludiert sein, steigt dieses Risiko demzufolge noch weiter an. Gleiches gilt auch in Bezug auf das sogenannte Fondvolumen. Hier gilt im Allgemeinen der Grundsatz: Je größer das Volumen des Fonds, desto geringer das Ausfallrisiko. Große ETFs mit einem Gesamtvolumen von mehreren Milliarden Euro mögen zwar insgesamt weniger Gewinne abwerfen, dafür droht jedoch keine Fondschließung aufgrund zu geringer Werte.

Inhalt des Gastbeitrages wird von BRN AG nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der BRN-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von BRN AG ausdrücklich ausgeschlossen!