Vonovia-Investor-Relations-Chef Rene Hoffmann hält die Berliner Vergesellschaftungspläne für den falschen Weg. "Vergesellschaftung löst kein Problem", sagt er. Statt Wohnungsbestände zu vergesellschaften, müsse mehr gebaut werden. Die Pläne hält er für rechtlich nicht umsetzbar. Vonovia errichte in Berlin über 1.000 Wohnungen, die durchschnittliche monatliche Nettokaltmiete liege konzernweit bei etwas mehr als 500 Euro. Die Vorstellung, eine Enteignung könne beim Schuldenabbau helfen, nennt Hoffmann "großen Quatsch": 60 % des Verkehrswerts seien kein akzeptabler Preis. Hohe Zinsen zehren das operative Wachstum fast vollständig auf. Verkäufe und Schuldenabbau haben daher Vorrang vor Neubauten für den Eigenbestand. Am Ziel von rund 40 % Beleihungsgrad hält Vonovia fest, doch es wird schwieriger, diese Marke bis 2028 zu erreichen. Der Wohnungsmarkt gibt Rückenwind: Bei rund 530.000 Wohnungen liegt der Leerstand nur bei 2,3 %. Im Schnitt steigerte Vonovia die Monatsmiete in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres auf 8,57 Euro pro Quadratmeter, ein Plus von 3,5 Prozent. In Deutschland lag die durchschnittliche Miete bei 8,41 Euro pro Quadratmeter, 1,1 Prozent mehr als im Vorjahr.
Besprochene Wertpapiere:
| WKN | Bezeichnung | ISIN | |
|---|---|---|---|
| A1ML7J | VONOVIA SE | DE000A1ML7J1 |