Logo JungeAnleger PodcastLogo JungeAnleger Podcast
Logo BRN PodcastLogo BRN Podcast
Logo Heiko Thieme Club PodcastLogo Heiko Thieme Club Podcast
Logo Wiener Boerse PodcastLogo Wiener Boerse Podcast
Logo Nachhaltigkeits PodcastLogo Nachhaltigkeits Podcast
Logo TimmInvest PodcastLogo TimmInvest Podcast
Logo efw PodcastLogo efw Podcast
Logo Hansainvest PodcastLogo Hansainvest Podcast

PayPal Kurs stabilisiert sich

Ein Gastbeitrag von Elisabeth Müller

PayPal ist der Marktführer, wenn es um Bezahldienste im Internet geht. Bereits 1998 wurde das Unternehmen in Kalifornien gegründet und war zeitweise in den Händen des Online-Auktionshauses eBay, ehe es seit 2015 wieder selbstständig agiert. Über die Jahre haben sich ihre Services etabliert und mit viel Expertise bieten sie ihren Kunden schnelle und unkomplizierte Lösungen an, Zahlungen vorzunehmen oder Geld an Bekannte und Familie zu transferieren. Die Zahlen sind beeindruckend: Im Jahr 2021 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von über 25 Milliarden US-Dollar und auch die Anzahl der aktiven Accounts ist mit über 420 Millionen beträchtlich. Geschwindigkeit und leichte Handhabung gehören zu den größten Pluspunkten des Dienstleisters, aber auch die Verfügbarkeit spielt eine entscheidende Rolle. Im Netz gehört PayPal inzwischen zum Standard und ist für viele Kunden ein wichtiger Aspekt der Entscheidungsfindung, wenn es um die Wahl des Online-Händlers geht. Ebenso ist die Option auf Seiten der Anbieter ein Kriterium für Seriosität.

Logo Paypal auf blauem Grund
Photo: Unsplash

In der jüngeren Vergangenheit hat sich der Fokus des Unternehmens allerdings etwas gewandelt. So zog man sich aus einigen Bereichen, wie der iGaming-Industrie, zurück. Wer in digitalen Spielbanken nach Ein- und Auszahlungsmöglichkeiten per PayPal sucht, wird nicht mehr fündig. Zwar gehörte es lange zu den populärsten Optionen, doch mittlerweile ist die Konkurrenz auf diesem Gebiet zu hoch, als dass sich der Wettkampf noch lohnt. Hier haben sich namhafte Anbieter etabliert, wie ein Tochterunternehmen der schwedischen Klarna-Gruppe. Im Online Casino Sofortüberweisung zu nutzen ist transparent und sicher, was besonders bei beidseitigen Transaktionen von großem Vorteil ist.

Krypto nimmt wichtige Rolle ein

Während sich PayPal also in diesem Bereich ausklinkt, steht vor allem ein anderes Thema hoch im Kurs – Kryptowährungen. Diese beherrschen die Schlagzeilen der letzten Jahre und werden für die Finanzwelt und die Technologie-Branche immer wichtiger. Nur logisch ist es daher, dass auch PayPal sich intensiv mit den digitalen Geldern beschäftigt. Bereits Ende 2020 kündigten sie an, mit ihrer neuen App Krypto-Optionen in das System integrieren zu wollen. 2021 wurde das Vorhaben in die Tat umgesetzt, anfangs nur in den USA, inzwischen auch in Großbritannien. Neben dem reinen Zahlen mit Kryptogeldern geht es außerdem um den Handel mit den größten Vertretern unter ihnen. Bis diese Dienste auch deutschen Usern zur Verfügung steht werden noch einige Wochen und Monate vergehen, dennoch soll es noch in diesem Jahr so weit sein.

Tatsächlich geht PayPal noch einen Schritt weiter und möchte neben den Krypto-Dienstleistungen auch eine eigene digitale Währung einführen. Worüber zu Beginn aufgrund von Informationen im Code der App lediglich spekuliert wurde, hat sich mittlerweile bestätigt. Das Unternehmen arbeitet an einem Stablecoin, der noch 2022 auf den Markt kommen soll. Ein Stablecoin unterscheidet sich insofern von anderen Akteuren wie Bitcoin und Co, als dass sich der Wert nicht an Angebot und Nachfrage orientiert, sondern an eine Fiat Währung gebunden ist, wie in diesem Fall den US-Dollar. Die Pläne PayPals sind also ambitioniert und zukunftstauglich.

Aktien im negativen Trend

Der Aktienkurs des Unternehmens ließ allerdings zuletzt ganz anders anmuten. Noch im Juli 2021 war die Aktie auf dem Jahreshöchststand und lag bei über 260 Euro. Normale Schwankungen sahen den Wert im Oktober dann bei circa 230 Euro, ehe eine steile Talfahrt begann. Zum Jahreswechsel waren es nur noch 170 Euro, bis im Februar der Kurs erneut einbrach und bei nur 89 Euro stand. Grund für den Absturz waren, trotz positiver Zahlen, die Prognosen des Unternehmens selbst. Der Gewinn pro Aktie wurde äußerst niedrig angegeben, was sich umgehend an der Börse bemerkbar machte und zu einer echten Abwärtsspirale führte. Viele Experten sahen die Aktien als deutlich zu niedrig eingeschätzt und sprachen 2022 Kaufempfehlungen aus, dennoch erholte sich der Kurs nur langsam.

Inzwischen konnte der Wert Mitte März wieder zulegen und knackte die 100-Euro-Marke. Zwischen dieser und einem Wert von 110 Euro pendelt die Aktie bis jetzt (Stand 08. April 2022). Ein enormes Wachstum wird auch für dieses Jahr von Experten nicht prophezeit, vielmehr wird vermutet, dass sich die Aktie weder signifikant noch oben noch nach unten entwickeln wird, weshalb die Empfehlung der Fachleute momentan zum Halten tendiert. Genaueres werden nur die nächsten Wochen und Monate zeigen, in denen PayPals Pläne höchstwahrscheinlich in die Tat umgesetzt werden, was dem Unternehmen erneuten Aufschwung geben könnte.

Inhalt des Gastbeitrages wird von BRN AG nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der BRN-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von BRN AG ausdrücklich ausgeschlossen!