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Lizenzen als Wachstumstreiber: Sehen wir bald mehr Casino-Börsengänge?

Ein Gastbeitrag von Elisabeth Müller

Seit Juli 2021 ist das Spielen in Online Casinos auch deutschen Gästen erlaubt. Das neue Glücksspielgesetz hat dafür gesorgt, dass deutsche Nutzer Einsätze legal tätigen dürfen, jedoch mit einigen Auflagen. Diese Einschränkungen wurden auferlegt, damit Spieler geschützt sind und die Glücksspielsucht eingedämmt wird.

Internet Casinos, die sich an die Regelungen halten, können einen Antrag auf eine deutsche Glücksspiel Lizenz stellen. Nach der Genehmigung werden diese auf der Whitelist aufgenommen. Spannende News: JackpotPiraten ist jetzt legal in Deutschland, da das Casino der Deutschen Gesellschaft für Glücksspiel als das erste auf der Liste aufgeführt ist. Die deutsche Glücksspiel Regulierung sorgt dafür, dass sich Kunden in Casinos sicher aufgehoben fühlen. Während es derzeit unzählige Online Casinos gibt, sind diese noch relativ selten im Börsenmarkt vertreten, doch es gibt sie.

Casino mit einarmigen Banditen
Photo: Unsplash

Derzeitige Online Casinos an der Börse

Laut Marktbericht ist der Online Glücksspielmarkt schon seit langem Trend. Da die Konkurrenz ständig größer wird, bieten Online Glücksspielbetreiber immer größere Willkommensboni und weitere Promotionen an. Daher wird das Angebot für Kunden immer attraktiver, wodurch sich fast täglich neue Besucher in Online Casinos anmelden. Im Gegenzug profitieren Casinos durch große Einnahmen, weil der Kundenstamm stetig wächst. Damit das eigene Online Casino bekannter wird, haben einige Betreiber einen Börsengang gewagt. Diese Online Glücksspiel Portale konnten vor allem in der Pandemie-Zeit Aktien Erfolge erzielen. Die derzeit größten Aktien Anbieter sind 888 Holdings, Bet-at-Home und Betsson.

Der eindeutige Vorreiter ist die 888 Holding PLC, die aktuell über 446,30 Millionen Aktien im Umlauf hat. Mit über 25 Millionen registrierten Nutzern seit der Gründung ist das Unternehmen einer der weltweit größten Online Glücksspiel Betreiber. Bet-at-Home hat im Vergleich zur 888-Gruppe nur wenige Aktien im Umlauf, die derzeit knapp über 7 Milionen liegen. Das Unternehmen wurde im Jahr 1999 als GmbH in Österreich gegründet. 2004 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft und die Kapitalerhöhung.

Der schwedische Riese Betsson hat über 120,8 Millionen Aktien im Umlauf. Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1962 zurück. Angeboten werden von Betsson sowohl Casino-Spiele als auch Wettangebote.

Wachstum des Börsen Marktes durch Online Casinos

Ob das Angebot an Online Casino Aktien wächst, kann nicht vorhergesagt werden. Da die meisten Betreiber schon vorher Lizenzen besaßen, ist ein Wachstum am Börsenmarkt durch die weiteren Vergaben ungewiss. Einige Nachteile durch den Börsengang sind der eingeschränkte Handlungsspielraum durch Aktionäre, hohe Gründungskosten für die Aktiengesellschaft und die Gefahr der feindlichen Übernahme. Einer der größten Nachteile ist jedoch die erhebliche Bilanzierungs- und Buchführungspflicht, da eine Aktiengesellschaft zur höchsten Transparenz verpflichtet ist.

Unternehmen gehen in den meisten Fällen an die Börse, um das Wachstum mit neuem Kapital voranzutreiben, das durch Aktienkäufer zunächst eingenommen wird. Da der Online Glücksspielmarkt auch nach der Pandemie beständig ist, haben es die Betreiber nicht nötig, an den Börsenmarkt zu gehen.

In Online Casino Aktien anlegen

Da Glücksspiele zur großen Freizeitaktivität geworden sind und durch Online Casinos noch einfacher und bequemer zur Verfügung stehen, denken viele Menschen an Aktien-Ankäufe.

Bevor überlegt wird, ob sich Aktien lohnen, sollte das eigene Budget nicht aus den Augen geraten. Auch der Aktien-Ankauf ist mit Risiken verbunden, sodass ein Totalverlust mit einkalkuliert werden muss. Während Online Casinos während der Pandemie Umsatzrekorde erzielten, hatten einige Sportwettenanbieter große Einbußen, da Fußball und weitere Sportarten nicht ausgeführt werden konnten.

Fazit: Ein Aktienboom ist nicht zu erwarten

Online Casinos, die auf Bewährtes setzen und kein Interesse an ständiger Umstrukturierung haben, werden mit großer Wahrscheinlichkeit nicht an die Börse gehen. Betreiber, die schon länger auf dem Markt sind, bieten bereits Aktien an oder verzichten darauf. Lediglich ein paar Newcomer könnten in Zukunft dafür sorgen, dass der Online Casino Börsenmarkt etwas erweitert wird, da sie schnell zur Berühmtheit und zu Finanzmitteln gelangen möchten.

Inhalt des Gastbeitrages wird von BRN AG nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der BRN-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von BRN AG ausdrücklich ausgeschlossen!