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Boom oder Crash: Lohnt es sich, in Casino-Aktien zu investieren?

Ein Gastbeitrag von Elisabeth Müller

Casinos haben im Jahr 2022 einen neuen Stellenwert eingenommen. Lange Zeit waren niedergelassene Spielbanken die einzige Chance, um dem Glücksspiel zu frönen. Heute reicht hierfür eine virtuelle Spielothek, namhafte Anbieter schießen wie Pilze aus dem feuchten Waldboden. Doch auch an der Börse scheint sich ein lukrativer Markt aufzutun, denn nicht nur Zocker sind an Casinos interessiert, auch Investoren haben hier scheinbar viel Freude. Aber lohnt es sich wirklich, in die derzeit florierenden Casino-Aktien zu investieren?

MacBook Pro mit Kurs-Chart
Bild: unsplash

Börsengang noch in den Kinderschuhen – Beliebtheit bereits groß

Werden aktuelle Marktberichte analysiert, zeigt sich, dass der Börsengang noch in den Startlöchern steht, viele Unternehmen sind frisch an der Börse und haben noch keine jahrelangen Analysen zu bieten. Das bedeutet aber nicht, dass die Chancenwahrscheinlichkeit automatisch schlechter werden muss. Der Fokus erfahrener Investoren liegt auf Anbietern, die nicht nur landesweit, sondern europaweit agieren und auf jahrelange Betreibererfahrung zurückblicken.

Mutige Investoren können hier einen Glückstreffer machen, wobei auch für diese Gruppe die alte Regel gilt, nie alles auf einmal in einen Aktientyp zu investieren. Es kann sich lohnen, zunächst nicht auf Einzelaktien zu setzen, sondern in ETFs zu investieren und so die Wertentwicklung der Aktien-Indizes mitzunehmen. Der Vorteil hierbei ist, dass das Verlustrisiko ausgeglichener ist und dass die Wertentwicklung der Branche als Ganzes im Fokus steht. Auch wenn die Gewinnchancen weniger hoch sind als beim Kauf einzelner Aktien, ist die Sicherheit deutlich stabiler.

Prognose für die Casinobranche an der Börse scheint sehenswert

Es können keine Langzeitprognosen getroffen werden, wenn es sich nicht um renommierte und etablierte Unternehmen handelt. Viele Glücksspielanbieter sind erst seit kurzer Zeit an der Börse und der Boom nimmt gerade erst Fahrt auf. Eine Studie lässt jedoch enormes Potenzial erwarten, wovon auch viele Experten überzeugt sind. Deutschland geht davon aus, dass bis zum Jahr 2024 ein starkes Wachstum zu verzeichnen ist, und auch die globalen Analysen sehen es ähnlich.

Auf dem US-Markt soll sich bis 2025 ein Glücksspielumsatz von mehr als 100 Mrd. US-Dollar etabliert haben, ausschließlich aufs Online-Gambling bezogen. Einsätze aus niedergelassenen Spielbanken sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Mit steigenden Umsätzen im Bereich des Glücksspiels profitieren dann auch die Halter von entsprechenden Aktien. Und doch gibt es keine Garantie dafür, dass es nicht zu einem Einbruch kommen wird. Experten empfehlen allerdings, eher den internationalen Markt im Auge zu behalten. In Deutschland ist der Glücksspielstaatsvertrag ein kritisches Thema, da er zwar das Glücksspiel legalisiert, aber viele Regelungen mitbringt, die Spielern nicht gefallen. Ein Abwandern auf den EU-Markt kann nicht ausgeschlossen werden.

Lokale Spielhallen nehmen in ihrer Beliebtheit ab

Weniger rentabel sind Aktien von Betreibern, die ausschließlich auf niedergelassenes Glücksspiel setzen. Hier zeigt sich auf dem Markt deutlich die abnehmende Tendenz und Beliebtheit der Etablissements. Das bezieht sich nicht nur auf Spielhallen, sondern insbesondere auch auf Wettbüros und Buchmacher. Heute stehen die meisten Möglichkeiten online zur Verfügung, für Nutzer ist es kaum mehr lohnend, die Anfahrt zur Spielothek in Kauf zu nehmen, wenn online auf dem Handy gespielt werden kann.

Ganz außer Acht zu lassen ist die Konkurrenz aber dennoch nicht. Es kann durch wachsendes Interesse an Kommunikation miteinander durchaus möglich sein, dass die Beliebtheit von niedergelassenem Glücksspiel wieder ansteigen wird.

Fazit: Investitionen genau prüfen

Um in Casino-Aktien zu investieren, ist es zwingend erforderlich, den Markt zuvor genau zu analysieren. Das Hoch einer Aktie genügt nicht, um hier klares Investitionspotenzial zu erkennen. Sorgfältig abgewägt und gestreut, kann die Investition aber sinnvoll sein und das Portfolio erweitern. Die risikoärmere Methode sind klar ETFs, da sie eine breitere Streuung haben. Wer auf kurzfristige und chancenreiche Anlagen setzt, ist mit Einzelaktien gut bedient, hat aber stets das Risiko zu tragen, dass es zu einem Verlust kommt.

Inhalt des Gastbeitrages wird von BRN AG nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der BRN-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von BRN AG ausdrücklich ausgeschlossen!