Expertenmeinung
DAX auf Rekordkurs, US-Techwerte im freien Fall: Die Börsen schlagen heftig aus. Heiko Thieme ordnet das Marktchaos nach den US-Midterms ein. Aus Cadaqués sendet er eine klare Botschaft: "Die Chancen sind größer als das Risiko." Hinter dem Verkaufsdruck vermutet er hoch gehebelte Profianleger. Ihre Positionen erzwingen bei fallenden Kursen weitere Verkäufe. "Wir werden noch Nachwirkungen des Blutbads sehen", warnt Thieme. Die KI-Revolution hält er dennoch für intakt. Nur die Erwartungen würden realistischer. "Das ist Weihnachtseinkauf im November", sagt der Antizykliker. Er empfiehlt mindestens 20 Prozent Liquidität als Ausgangspolster. Anleger könnten gefallene Aktien nun schrittweise einsammeln. Konkret nennt er Infineon, Sumitomo Electric, Oracle und Nvidia. Bei Nvidia skizziert er einen Einstieg in drei Tranchen. Auch Rheinmetall traut er längerfristig höhere Kurse zu. Für den DAX erwartet Thieme zum Jahresende rund 27.500 Punkte. Doch die Prognose garantiert nichts. Bei Hebelprodukten mahnt er zu strenger Zurückhaltung. "Beginnt mit dem Einsammeln", fordert er.
Besprochene Wertpapiere:
| WKN | Bezeichnung | ISIN | |
|---|---|---|---|
| 846900 | DAX PERFORMANCE-INDEX | DE0008469008 | |
| 969420 | DOW JONES INDUSTRIAL AVERAGE | US2605661048 | |
| 703000 | RHEINMETALL AG | DE0007030009 | |
| 918422 | NVIDIA Corp. | US67066G1040 |