Vorstandsinterview
Fraport hat Milliarden in neue Terminals investiert. Jetzt beginnt die finanzielle Erntephase, so IR Florian Fuchs. Terminal 3 in Frankfurt läuft nach anfänglichen Problemen stabil. Die Passagiere reagieren positiv, auch das Geschäft mit Ladenflächen zieht an. Entscheidend ist jedoch der Cashflow: Fraport senkt die Investitionen von 900 Millionen Euro 2026 auf rund 700 Millionen 2027. Danach plant der Konzern jährlich 600 bis 700 Millionen Euro. "Wir sehen jetzt die ersten positiven Effekte", sagt Fuchs. Trotz steigendem Umsatz und EBITDA sinkt der Konzerngewinn. Höhere Abschreibungen und Bauzinsen belasten das Ergebnis, nicht aber gleichermaßen den Cashflow. Die Dividende beträgt vorerst einen Euro je Aktie. Erst unter dem fünffachen EBITDA bei der Nettoverschuldung strebt Fraport 60 bis 80 Prozent Ausschüttungsquote an. "Wir sind natürlich jetzt nicht unmittelbar auf der großen Käuferseite", betont Fuchs. Die 14 griechischen Regionalflughäfen sind "ein sehr, sehr margenstarkes Geschäft": knapp 70 Prozent EBITDA-Marge vor Abgaben. Kalamata kommt hinzu.
Besprochene Wertpapiere:
| WKN | Bezeichnung | ISIN | |
|---|---|---|---|
| 577330 | FRAPORT AG | DE0005773303 |