Vorstandsinterview
Amadeus Fire steht auf zwei Beinen, doch derzeit trägt vor allem die Weiterbildung. CEO Robert von Wülfing sieht auf dem deutschen Arbeitsmarkt noch keine nachhaltige Trendwende: Unternehmen stellen zögerlich ein, Auswahlprozesse dauern länger und Bewerber scheuen den Jobwechsel. Der Umsatz in der Personalvermittlung sank in den ersten neun Monaten um 27 %. KI verstärkt die Zurückhaltung: Vor Neueinstellungen prüfen Firmen, ob Technologie Aufgaben übernehmen kann. Meist lautet die Antwort noch: Nein. Das operative EBITA stieg nach neun Monaten zwar um rund 20 %. Ein echter Befreiungsschlag ist das aber nicht: Im Vorjahr belasteten Restrukturierungskosten von 5,3 Mio. Euro das Ergebnis, die 2026 nicht erneut anfielen. Wachstumspotenzial sieht von Wülfing vor allem im Geschäft mit Firmenkunden, digitalen Lernplattformen und KI-Weiterbildungen. Mit künftigen Cashflows will Amadeus Fire Schulden abbauen. Für 2027 setzt er auf weitere Fortschritte im Bildungsgeschäft. Eine breite Erholung hängt jedoch von der Konjunktur ab.
Besprochene Wertpapiere:
| WKN | Bezeichnung | ISIN | |
|---|---|---|---|
| 509310 | AMADEUS FIRE AG | DE0005093108 |