Vorstandsinterview
Seit dem Interview 2025 auf de HIT hat HMS Bergbau kräftig umgebaut: Aus dem Kohlehändler ist ein Schiffskraftstoffversorger und nun auch Kohleförderer geworden. Zwei Minen in Botswana und Südafrika produzieren hochwertige Kohle. Das bisherige Handelsgeschäft vergleichsweise risikoarm. Finanzvorstand Jens Moir setzt mit der neuen Ausrichtung auf eigene Förderung auf mehr Ertrag. "Die Marge im Handelsgeschäft ist überschaubar, aber eben über die Jahre stabil." Im ersten Halbjahr steigt der Umsatz um 74 % auf 1,1 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA wächst um 66 % auf 14 Millionen Euro. Analysten erwarten durch die Minen eine EBITDA-Marge von über 2 %. "Man muss auf der richtigen Seite der Kostkurve sein", betont Moir. Er veranschlagt Förderkosten von 40 bis 50 Euro je Tonne. Der Ausbau verlangt allerdings Kapital. Die Anleihe kostet 10 % Zinsen. "Wir haben mittlerweile über 500 Millionen US-Dollar an Handelsfinanzierungslinien." Factoring und günstigere Kredite sollen helfen. Ende 2027 könnten volle Jahreszahlen den Wandel zeigen: Low Risk und Low Margin war gestern - HMS Bergbau will mit eigener Förderung mehr verdienen, muss aber Finanzierung und Risiken beherrschen.
Besprochene Wertpapiere:
| WKN | Bezeichnung | ISIN | |
|---|---|---|---|
| 606110 | HMS BERGBAU AG | DE0006061104 |