Expertenmeinung
Der "Vermögen im Flow"-Podcast, heute: Riester geht in Rente, das Altersvorsorgedepot soll ab 2027 mehr Kapitalmarkt in die private Vorsorge bringen. Thomas Mitroulis von AXIA Asset Management sieht darin einen Paradigmenwechsel: weg von teuren Garantien, hin zu Fonds, ETFs und Renditechancen. Besonders attraktiv sind die Förderung von bis zu 540 Euro jährlich, bis zu 300 Euro je Kind und die steuerfreie Ansparphase. Gewinne und Umschichtungen bleiben zunächst unversteuert, der Zinseszinseffekt kann dadurch stärker arbeiten. Wie mächtig Zeit ist, zeigt Mitroulis mit einer Modellrechnung: Wer mit 20 Jahren 1.800 Euro jährlich einzahlt und im Schnitt 6 % Rendite erzielt, könnte bis 65 auf rund 530.000 Euro kommen. Zehn Jahre später gestartet, wären es nur rund 276.000 Euro. Sein Fazit: Früh anfangen lohnt sich, aber auch mit 50 ist es nicht zu spät. Bestehende Riester-Verträge können grundsätzlich weitergeführt oder in die neue Produktwelt übertragen werden.