Vorstandsinterview
Mehr Arbeitstage, mehr Ergebnis: Amadeus Fire setzt auf ein heißes zweites Halbjahr. Im Weiterbildungsgeschäft glimmt neuer Rückenwind. Der Konzernumsatz sank im ersten Halbjahr um 8 % auf 171,7 Mio. Euro, das operative EBITA brach um 45,8 % auf 3,5 Mio. Euro ein. Die Marge fiel von 3,4 auf 2,0 %. Hauptbremse bleibt die Personaldienstleistung: Der Umsatz ging um 17,6 % auf 90,4 Mio. Euro zurück. Dagegen legte die Weiterbildung um 5,9 % auf 81,5 Mio. Euro zu, das Segment-EBITA stieg von 0,7 auf 2,3 Mio. Euro. CEO Robert von Wülfing setzt im zweiten Halbjahr auf mehr Arbeitstage, einen stärkeren Schulungskalender und Kostensenkungen, die zunehmend Wirkung zeigen. Für 2026 erwartet Amadeus Fire 350 bis 365 Mio. Euro Umsatz und 17 bis 23 Mio. Euro operatives EBITA. KI verändert Aufgabenprofile, erhöht aber zugleich den Qualifizierungsbedarf. Vorrang hat zunächst der Schuldenabbau, bevor bei der Dividende wieder ein Funke Hoffnung aufkommt.
Besprochene Wertpapiere:
| WKN | Bezeichnung | ISIN | |
|---|---|---|---|
| 509310 | AMADEUS FIRE AG | DE0005093108 |