Vorstandsinterview
DEFAMA steuert auf die Marke von 100 Objekten zu. Vorstand Matthias Schrade betont jedoch, dass nicht die Objektzahl entscheidend sei, sondern langfristige Erträge und stabile Cashflows. Das Geschäftsmodell habe sich trotz außergewöhnlicher Belastungen als robust erwiesen. Mit den Insolvenzen von Hammer und dem Auszug des Baumarkts B1 sei das Unternehmen gleich von einem "vierfachen Super-GAU" getroffen worden. Dennoch seien bereits zwei der vier Problemfälle gelöst. Der ehemalige B1-Standort in Dinslaken wurde verkauft, für eine Hammer-Fläche in Osnabrück gewann DEFAMA Rewe als neuen Mieter. Die neue Miete liegt dort sogar über dem bisherigen Niveau. Die Vermietungsquote fiel zeitweise auf 92 %, soll nach den jüngsten Erfolgen wieder auf etwa 95 % steigen und bis Jahresende über 96 % erreichen. Strukturellen Leerstand sieht Schrade nicht. Verkäufe in Schwarmstedt, Sangerhausen und Dinslaken dienten der Portfolio-Bereinigung und stärkten die Liquidität. Für 2026 erwartet DEFAMA trotz wegfallender Mieterträge von mehr als 1 Mio. Euro erneut einen Gewinn von über 5 Mio. Euro. Der FFO soll stabil bleiben. Die Dividende will das Unternehmen zum zwölften Mal in Folge erhöhen - geplant sind 63 Cent je Aktie. Fazit: DEFAMA begegnet außergewöhnlichen Herausforderungen mit aktiver Vermietung, Verkäufen und konsequentem Cashflow-Fokus.
Besprochene Wertpapiere:
| WKN | Bezeichnung | ISIN | |
|---|---|---|---|
| A13SUL | DEFAMA Deutsche Fachmarkt AG | DE000A13SUL5 |