Vorstandsinterview
MBB SE liefert 2025 Rekorde bei Umsatz, Ergebnis und Liquidität. Doch Chairman Dr. Christof Nesemeier schaut längst nicht nur auf die Bilanz, sondern auf das, was jetzt auf die Wirtschaft zurollt: Krieg, hohe Öl- und Energiepreise, Inflationsdruck und eine zähe Konjunktur. Sein Befund: MBB bewegt sich in einer "zweigeteilten Welt". Während Friedrich Vorwerk von Investitionen in Versorgungssicherheit, Gasinfrastruktur, Stromnetze und wasserstofffähige Systeme klar profitiert, leiden andere Beteiligungen stärker unter steigenden Kosten und schwächerer Nachfrage. Bei Friedrich Vorwerk sprang der Umsatz 2025 auf 704 Mio. Euro, ein Plus von 41 %, bei einer EBITDA-Marge von 23,2 %. Gegenwind kommt dagegen von Aumann sowie von Hanke Tissue und CT Formpolster. Dort drücken Energie- und Rohstoffkosten auf die Profitabilität. Der große Trumpf bleibt aber die Finanzkraft: Rund 760 Mio. Euro Netto-Liquidität geben MBB Spielraum für Zukäufe, Chancen und Stabilität in unruhigen Zeiten. Für 2026 peilt der Konzern 1,1 bis 1,2 Mrd. Euro Umsatz, 15 bis 18 % EBITDA-Marge und 1,21 Euro Dividende an.
Besprochene Wertpapiere:
| WKN | Bezeichnung | ISIN | |
|---|---|---|---|
| A0ETBQ | MBB SE | DE000A0ETBQ4 |