Expertenmeinung
Der Risikomanager wird zum Punkterichter: Martin Weinrauter sieht trotz Krieg und Energiepreissorgen keine Börsenpanik. Viele große Märkte bleiben im langfristigen Aufwärtstrend. Korrekturen sieht er als normale Gewinnmitnahmen. "Die Börsen stehen nicht Kopf." Selbst starke Rückgänge ändern daran wenig. Japan, Taiwan und Südkorea zeigen weiterhin deutliche Gewinne im Jahresvergleich. Der Nasdaq hat zuletzt sogar überraschend stabil reagiert. Schwächer zeigt sich dagegen der DAX. Er fiel unter seine 200-Tage-Linie und testete eine wichtige Unterstützung bei rund 22.920 Punkten. "Solange diese Marke hält, kann der DAX einen neuen Anlauf starten." Bricht sie jedoch, rückt eine deutlich tiefere Auffangzone in den Blick. Der Markt sorgt sich vor allem über steigende Energiepreise. Prognosen vermeidet Weinrauter bewusst. Er setzt stattdessen auf ein regelbasiertes Risikomanagement. Sein Modell reduziert aktuell die Aktienquote leicht und verschiebt Gewicht von Europa in Richtung USA. "Wir gehen diszipliniert und systematisch an die Seitenlinie." Fazit: Ruhe bewahren und Risiken aktiv steuern.
Besprochene Wertpapiere:
| WKN | Bezeichnung | ISIN | |
|---|---|---|---|
| A1W2BT | GW AIRC BEST OF U.S. | DE000A1W2BT1 | |
| 969420 | DOW JONES INDUSTRIAL AVERAGE | US2605661048 | |
| 846900 | DAX PERFORMANCE-INDEX | DE0008469008 |