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"Die Optionen, die an der Eurex gehandelt werden, sind standardisierte Terminprodukte", so Holger Scholze (Gründer des Scholze-Instituts) im Rahmen der CapTrader-Optionstage in Düsseldorf. Börsenpreise können dafür sorgen, dass ganze politische Systeme zu Fall kommen. Scholze erinnert an den Arabischen Frühling 2011. "Industriemetalle, Schweinebäuche, gefrorener Orangensaft: alles kann veroptioniert werden." Für Anleger ergibt sich in solchen geopolitischen Szenarien die Möglichkeit, an preislichen Veränderungen gehebelt zu profitieren. Heiko Thieme warnt indes vor der Bandbreite aus Gier und Angst: "Ich sollte diese ganzen spekulativen Elemente nur dann zulassen, wenn sie sich im Rahmen einer überschaubaren Risikosphäre bewegen. Optionen also nur als Beimischung von maximal 5 %." Scholze interessiert sich für das große Börsen-Bild: "Ich rechne damit, dass ein Teil der großen Kapitalströme aus den USA in die Emerging Markets abfließt, bevorzugt nach Asien. Aber wohl auch nach Europa." Der Thron wankt: "Langfristig betrachtet ist der Dollar nicht mehr der König der Währung", so Thieme.