Expertenmeinung
Heiko Böhmer sieht 2026 klare Chancen für europäische Aktien. Europa gewinnt an Gewicht, weil große Programme Kapital in die Konjunktur lenken. "Europa ist für uns eines der zentralen Themen 2026", sagt Böhmer. Shareholder Value hat die Positionierung bereits angepasst und europäische Titel stärker gewichtet. Beim Thema KI mahnt er zur Differenzierung. "Nicht alles, wo KI draufsteht, wird ein Gewinner." Hohe Erwartungen bergen Risiken, besonders bei indexschweren Titeln wie Nvidia. Enttäuschungen könnten Korrekturen auslösen und ganze Indizes belasten. Trotzdem bleibt KI für ihn eine strukturelle Zäsur. "Wir erleben mit KI die vierte industrielle Revolution." Entscheidend sind Geschäftsmodelle, die KI sinnvoll einsetzen und stabile Erlöse schaffen. Böhmer betont Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor. Langfristig zählen Führung, Strategie und Werte mehr als kurzfristige Zahlen. Das Beispiel Microsoft zeigt, wie stark Kultur den Unternehmenswert prägt. Aktien bleiben für ihn die beste Anlageklasse. Modern Value verbindet Bewertung mit Qualität und stabilem Wachstum. Auch 2026 setzt Böhmer konsequent auf Qualitätsaktien und vermeidet Experimente.
Besprochene Wertpapiere:
| WKN | Bezeichnung | ISIN | |
|---|---|---|---|
| FRA3TF | Frankfurter Modern Value UCITS ETF | LU2439874319 |