Expertenmeinung
DAX über 25.000: Rekordgefühl trotz Dauerkrise. Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst von der Consorsbank sagt: Der DAX misst nicht die deutsche Wirtschaft, sondern die Gewinne der 40 Konzerne, oft in den USA und Asien. Während viele Schlagzeilen nur das Negative drehen, reagiert die Börse auf leise Verbesserungen: beim Einzelhandel, in der Industrieproduktion und bei den E-Auto-Zulassungen. Technisch stützt ein hohes Volumen den Ausbruch, doch 25.000 Punkte bleiben eine Psychomarke zwischen Short-Wetten und Buy-the-Dip-Käufen. Kurzfristig sieht er 25.300 Punkte, für 2026 26.000 Punkte - mehr, falls Frieden in der Ukraine einkehrt. Beim Öl dominiert das Überangebot: Zu viele Long-Positionen können Verkäufe erzwingen, der Iran bleibt ein Risiko. KI bleibt ein Treiber, aber bitte streuen: steigende Schulden können später zu Abschreibungen führen. In Washington droht ein Zoll-Showdown: Kippt der Supreme Court Trumps Notstandszölle, wäre das kurzfristig positiv, doch das Thema bleibt. "Man kann nicht vorhersagen, man kann sich nur vorbereiten."
Besprochene Wertpapiere:
| WKN | Bezeichnung | ISIN | |
|---|---|---|---|
| 846900 | DAX PERFORMANCE-INDEX | DE0008469008 | |
| 967740 | Brent Crude Oel | XC0009677409 | |
| 792451 | WTI Oel | XC0007924514 | |
| 870747 | MICROSOFT CORP. | US5949181045 | |
| 723610 | SIEMENS AG | DE0007236101 | |
| 918422 | NVIDIA Corp. | US67066G1040 |