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Warum Kickstarter nicht an die Börse will

Ein Gastbeitrag von betway.com

In diesem Jahr feiert das Crowdfunding-Portal Kickstarter seinen zehnten Geburtstag. Das bedeutet zehn Jahre voll intelligenter - oder zumindest einzigartiger - Ideen, die mit ein bisschen Kapital verwirklicht werden können. Denn genau hierum geht es bei Kickstarter – Erfinder und Tüftler können ihr Konzept vorstellen und nach dem Prinzip des Crowdfundings Kapital für die Entwicklung der Idee beschaffen. Dank Kickstarter braucht der Unternehmer nicht mehr mit Banken oder anderen Financiers zusammentreten. Stattdessen speist er seine Finanzierung aus vielen kleinen Quellen, die ihren Beitrag leisten wollen. Dies ist vor allem in Zeiten einer unberechenbaren EZB-Politik gar nicht so verkehrt.

Kickstarter etabliert Crowdfunding weltweit

Die grundlegende Idee des Crowdfunding geht weit bis in das 19. Jahrhundert zurück. Bereits der Sockel der Freiheitsstatute wurde durch mehr als 160.000 Einzelspenden finanziert. Mit den Aufkommen des Word Wide Webs hat sich dieses Prinzip dann auf einer neuen Ebene verselbstständigt. Zur Zeit der Musik-Tauschbörsen Anfang des 21. Jahrhunderts entwickelte der Musiker Brian Camelio die Plattform ArtistShare als Antwort auf die Raubkopien jener Zeit. Hier konnten Musiker und Bands ohne Plattenlabel das Geld für Produktionen vorher zusammentreiben.

Kickstarter für junge Start-up-Unternehmen

Im Jahr 2009 wurde dann mit Kickstarter.com eine der erfolgreichsten Plattformen zum Crowdfunding vorgestellt. Hier kann Kapital für die verschiedensten Ideen gesammelt werden. Ganz gleich, ob Filmprojekt, Musikalbum, technische Erfindung oder journalistisches Projekt – hier kann jeder für sich Werbung machen und um Spenden bitten. Mit über zwei Milliarden zugesicherter Unterstützung gehört Kickstarter zu den größten und erfolgreichsten Plattformen seiner Art – und trotzdem wollen die Macher mit dem Projekt nicht an die Börse gehen. Gegenüber der FAZ betonte Mitbegründer Yancey Strickler, dass dieser Schritt nicht vorgesehen sei: „Es geht um Unabhängigkeit und Kontrolle. Wenn Geld für ein Unternehmen in den Mittelpunkt rückt, ist die Gefahr zu groß, dass man aus den Augen verliert, warum man das alles gestartet hat.“, so der Kickstarter-Chef zu den Börsenplänen.

Kickstarter Image

Erfolgreiche Projekte machen Lust auf mehr

Das Ganze funktioniert gerade in Zeiten von Niedrigzinsen besonders gut. Denn die aktuelle Devise lautet auf jeden Fall: Anlegen statt Sparen! Beim Crowdfunding gibt es nämlich teilweise auch die Möglichkeit, sich an den Gewinnen beteiligen zu lassen. Für Investoren vielleicht gar keine schlechte Idee, denn die besten Projekte von Kickstarter haben es zu weltweiter Popularität gebracht, von denen Betway einige in einer Infografik zeigt. Hier wäre beispielsweise die Oculus Rift zu nennen. Für die VR-Brille wurde ursprünglich ein Fundraising-Ziel von 250.000 US-Dollar veranschlagt, mit knapp 2,5 Millionen wurde dieser Wert weit übertroffen. Gleiches gilt auch für die Smartwatch Pebble, für die über 20 Millionen Euro gesammelt wurden.

Wie man sieht, scheint das Prinzip des Crowdfundings zu funktionieren.

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