Kursindikationen von der Deutschen Bank in Zusammenarbeit mit boerse-social.com

Selfmade Millionäre

Ein Gastbeitrag von Stephen Benoit

Wer träumt nicht davon, reich zu werden, als Selfmade Millionär zu leben. Viele Deutsche glauben bis heute, das es eine Kombination aus gutem Verdienst und Sparen ist. Doch Sparen macht keinen Selfmade Millionär aus. Das Geld zurücklegen, ist sicherlich eine gute und zugleich deutsche Tugend. Gerne wird dabei vergessen, dass wir mit unserem Einkommen zunächst erst einmal alle anderen bezahlen. Also den Stromanbieter, den Vermieter und so weiter. Viel zu oft vergessen wir uns selbst. Sinnvoll ist es deshalb, einen Betrag von monatlichen Einkommen direkt abzuzwacken und es anzulegen. Ein Depotkonto ist zunächst der richtige Weg. Reich werden funktioniert nur dann, wenn das Geld regelmäßig bewegt wird und zwar immer, bevor man es selbst in den Händen hatte.

Vorsicht ist angebracht

Die Zahl der Selfmade Millionäre steigt, aber auch die Zahl der Fakes. Im Netz, besonders in den Sozialen-Netzwerken wie Facebook und Co. tauchen immer mehr Erfolgreiche auf, die ihr Wissen (teuer) verkaufen möchten. Sie versuchen es als Coach oder in einer anderen Form und prahlen davon, wie viel sie bereits verdient haben. Dabei sind es vor allem jüngere Personen (zw. 20 – 30 Jahre), die sich gerne als Fake hervortun und so versuchen auf Menschenfang zu gehen. Eine gewisse Vorsicht ist bei solchen Auftritten immer gegeben, in fast allen Fällen handelt es sich um Betrug.

Was ist ein Selfmade Millionär?

Der Begriff entstand einst in den USA. Die Idealvorstellung, die uns dabei im Kopf schwebt, ist die vom Tellerwäscher zum Millionär. So falsch ist das auch gar nicht. Der Tellerwäsche steht dabei aber als ein Synonym. Ob nun für einen Teilzeitjob, oder die Arbeitslosigkeit oder wie auch immer. Irgendwo fängt der Weg an. Durchhaltevermögen und Mut sind entscheidend. Die größten Vorbilder kommen aus den USA. Denken wir an Benjamin Franklin (Gründungsvater) oder den Einwanderer Johann Jakob Aster. Beide kamen aus sehr ärmlichen Verhältnissen und haben sich damals im Laufe der Zeit ein staatliches Vermögen aufgebaut. Und das in einem Jahrhundert, wo der Weg deutlich schwieriger war, als heute.

Heute läuft der Weg zum Selfmade Millionär meistens über Firmengründungen. Eine Idee steht am Anfang. Etwa 15 Prozent aller Selfmade Millionäre hingegen sind Top-Manager, die in großen Konzernen tätig sind.

Immer Erfolg

Wer sich regelmäßig im Netz bewegt, wird häufig über Selfmade Millionäre stoßen. Dabei wird oft bewusst ein falsches Bild erzeugt. Auch diese Geschäftsleute sind häufig gestolpert, viele haben schon Insolvenzen hinter sich gebracht. Der Unterschied aber liegt darin, dass sie wieder aufgestanden sind. Sie geben nicht auf. Und diese Mühe hat sie irgendwann belohnt.

Selfmade Millionäre in Deutschland

In Deutschland finden sich einige sehr gute Beispiele. Da ist zum Beispiel Alexander Rinke (26 J.). Er gründete 2011 das Startup Celonis. Heute ist es führend im Bereich der Visualisierung und Auswertung von Firmenprozessen.

Oder der Gründer von Kreditech. Alexander Graubner-Müller. Ebenfalls gerade erst 28 Jahre alt. Mit Big-Data und Algorithmen hat er den Prozess zur Kreditvergabe automatisiert.

2015 sorgte das Startup 6Wunderkind für Schlagzeilen. Microsoft bezahlte 183 Millionen Euro für das Unternehmen. Christian Rieber (29 J.) wurde zum Selfmade Millionär.

Und auch Frauen sind in Deutschland zu finden. Johanna Ludwig (28 J.) schaffte es als Mitgründerin von Akvola Technologies zur Selfmade Millionärin. Nicht zu vergessen die 28-jährige Lea-Sophie Cramer, die es als Mitgründerin von Amorelie und den diskreten Liebesspielzeugen nach oben schaffte.

Zum Autor: Stephen Benoit ist freiberuflicher Texter, langjähriger Befürworter alternativer Arbeitsvereinbarungen und der Gig Economy mit jahrelanger Erfahrung in der Arbeit außerhalb des üblichen Unternehmensumfelds.

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