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Wie kann man als Investor Bitcoin Betrugsmaschen erkennen?

Ein Gastbeitrag von Tiberiu Iavorenciuc

Anfang dieses Jahres stürzte der Bitcoin-Preis überraschend in den Keller. Dahinter wird eine Bitcoin Ponzi-Masche vermutet, ein Betrugsschema, das nach dem bekannten Betrüger Charles Ponzi benannt ist. Was genau man darunter versteht und wie man als Investor solche und andere Betrugsmaschen erkennen kann, erfährst du in diesem Artikel.

Was ist eigentlich das Ponzi-System?

Das Ponzi-Schema läuft eigentlich immer nach dem gleichen Muster ab. Die Anleger werden mit hohen Renditen angelockt. Als Begründung dafür, wird ihnen weisgemacht, dass irgendein besonderes System gefunden wurde, mit dem sich Geld ganz leicht vermehren ließe. Anfangs bekommen die Anleger dabei in der Regel tatsächlich noch Gewinne heraus, aber sobald das System eine gewisse Größe annimmt, kippt es und die Anleger verlieren alles.

Auch hinter dem Bitcoin-Crash am Anfang des Jahres 2020 wird eine solche Betrugsmasche vermutetet. Im Zusammenhang damit fällt häufig der Begriff PlusToken-Krypto-Betrug. Auf einem Twitter-Account, der die Aktivitäten der Betrüger von PlusToken verfolgt und analysiert, wurde berichtet, dass rund 13.000 BTC (das entspricht etwa 88 Millionen USD) über einen Bitcoin-Mixer flossen. Ein solcher Mixer dient dazu, die Geldflüsse von Bitcoins zu verschleiern. Dabei wurden zwei Feeder-Adressen angegeben. Insgesamt flossen 32.329 BTC (219 Millionen USD) auf die beiden Adressen. Kein Wunder, dass Anleger solche Entwicklungen mit Sorge beobachten.

So erkennt man Bitcoin-Scams

Der sicherste und einfachste Schritt, um dich vor Bitcoin-Scams zu schützen, ist, dass du dich mit den aktuellen Betrugsmaschen vertraut machst und diese so leicht erkennen kannst.

Erpressungsversuche

Keine schöne Vorstellung: im E-Mail-Postfach befindet sich plötzlich ein Erpresserschreiben. Der Wortlaut dieser E-Mails ist meist sehr ähnlich. Der Absender schreibt, dass er deinen Computer gehackt habe und jetzt in der Lage sei, ihn aus der Ferne zu steuern. Oft wird dann erwähnt, dass mit deiner Webcam Dinge aufgenommen wurden, die besser nicht an die Öffentlichkeit geraten sollten. Vor diesem Hintergrund wirst du dann dazu aufgefordert, einen gewissen Betrag in Form von Bitcoins zu bezahlen, andernfalls würde das brisante Material an alle deine Kontakte versendet werden. E-Mail-Adressen und andere private Informationen werden von den Scammern im Vorfeld irgendwo gestohlen.

Falsche Versprechungen

Es kann auch vorkommen, dass du auf Webseiten oder in sozialen Netzwerken auf Anzeigen stößt, in denen dir versprochen wird, dass du mit Bitcoins als Geschenk belohnt wirst. Alles, was du dafür tun musst, ist irgendwelche privaten Daten preiszugeben oder aber dich irgendwo zu registrieren und dafür einen kleinen Betrag zu entrichten. Auf solche Versprechungen solltest du niemals hereinfallen. Falls du mal auf etwas Ähnliches stößt, solltest du das sofort dem Webseiten-Betreiber melden, um auch andere vor dieser Betrugsmasche zu schützen.

Gefälschte Börsen

Gerade Menschen, die sich dafür interessieren, in Bitcoins zu investieren, sind für zwielichtige Gestalten, die Fake-Börsen betreiben, ein gefundenes Fressen. Sie locken potenzielle Anleger mit besonders attraktiven Marktpreisen und versprechen ihnen, unkompliziert und schnell an eine große Menge Bitcoins heranzukommen. Investoren sollten auf solche Versprechen niemals einfach hereinfallen. Achte darauf, dass du sowohl zum Kauf als auch zum Verkauf von Bitcoins nur namhafte und seriöse Börsen nutzt.

Malware-Programme

Malware gibt es mittlerweile in den verschiedensten Formen und sie kann die unterschiedlichsten Schäden verursachen. So gibt es zum Beispiel auch Malware, die Bitcoin-Adressen verändert, die aus der Zwischenablage kopiert werden. Solche Programme gelangen meist unbemerkt auf einen Rechner. Deshalb gilt es, beim Versenden von Bitcoins, die Adresse des Empfängers immer am besten mehrmals zu überprüfen. Ansonsten kann es sein, dass die Bitcoins dann anstatt an den gewünschten Empfänger, an den Hacker gesendet werden. Bitcoin-Transaktionen lassen sich nur sehr schwer wieder rückgängig machen.

Sei also auch immer vorsichtig mit Downloads und Links aus E-Mails, damit eine solche Malware erst gar keine Chance hat, auf deinen Rechner zu gelangen. Auch ein guter Virenscanner ist ein Muss, auch wenn er nicht alle schadhaften Codes entdeckt.

Persönliche Treffen zur Geschäftsabwicklung

Bei Treffen mit Internetbekanntschaften gilt allgemein höchste Vorsicht. So ist es auch, wenn die Person, an die du Bitcoins verkaufen möchtest, oder der du diese abkaufen möchtest, ein persönliches Treffen vorschlägt. Es gab bereits wiederholt Fälle, in denen Betrüger bei solchen Treffen Falschgeld ausgehändigt haben. Aber es besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass du ausgeraubt und verletzt wirst. Wenn du die Person, mit der du Bitcoin-Geschäfte abwickeln möchtest, also nicht persönlich kennst und weißt, dass diese vertrauenswürdig ist, solltest du lieber eine Peer-to-Peer-Plattform nutzen. Dort kannst du einen treuhänderischen Austausch abwickeln.

Fazit

Bei Internetgeschäften besteht immer eine gewisse Gefahr. Dies gilt auch für Bitcoin-Geschäfte. Deshalb ist immer äußerste Vorsicht geboten. Mit einer VPN-Verbindung kannst du zum Beispiel dafür sorgen, dass die Verbindungen für den Austausch von Bitcoins gesichert werden und so niemand Unbefugtes Zugriff darauf oder auf deine persönlichen Daten erhält.

Inhalt des Gastbeitrages wird von BRN AG nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der BRN-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von BRN AG ausdrücklich ausgeschlossen!