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Anlagetipps für die Gaming-Industrie

Ein Gastbeitrag von Catena Operations

Nicht viele Branchen können für die letzten Jahre eine derart beeindruckende Wachstumsbilanz vorlegen wie die Gaming-Industrie. Die Macher von Videospielen erreichen nicht nur Jahr für Jahr ein größeres Publikum. Auch die Einführung neuer Wertschöpfungsmechanismen hat dazu geführt, dass die Einnahmen in diesem Sektor nur so sprudeln. Auch als krisenfest hat sich die Gaming-Industrie während der Corona-Pandemie erwiesen und ihre Umsätze weiter gesteigert. Dieser Erfolg ist natürlich auch an der Börse nicht unbemerkt geblieben, so dass sich die Papiere von Spielentwicklern in so manchem Investment-Portfolio finden lassen. Einen Geheimtipp stellt die Gaming-Industrie schon längst nicht mehr dar. Wer profitabel investieren möchte, sollte daher einige Tipps beachten.

Wachstumssegmente suchen

Nicht alle Teile des Gaming-Sektors profitieren gleichermaßen vom Wachstum der Branche. Die Umsätze etablierter Größen wie Activision Blizzard oder Nintendo entwickelten sich in den letzten Jahren deutlich langsamer als der Gesamtmarkt. Auch einige Mobil-Gaming-Unternehmen der ersten Stunde können an frühere Erfolge nicht anknüpfen. Starkes Wachstum gibt es hingegen weiterhin beim Online-Glücksspiel. Nicht zuletzt aufgrund neuer rechtlicher Rahmenbedingungen werden weiterhin neue Märkte für digitale Automatenspiele erschlossen. So ist zu erwarten, dass zahlreiche neue Online Casinos 2021 in Deutschland an den Start gehen, um von der Neuregelung des Glücksspielrechts zu profitieren. Der Markt ist heiß umkämpft: Verschiedene Akteure machen einander die Kundschaft mit Aktionen wie Freispielen, Cashbacks oder Einzahlungsboni streitig. Wer auf das richtige Unternehmen setzt, könnte bei einer zukünftigen Marktkonsolidierung profitieren.

Trends beobachten

Die Videospiel-Branche ist extrem dynamisch und hat sich im letzten Jahrzehnt einem radikalen Wandel unterzogen. Ein Großteil der Umsätze der Branche entfällt mittlerweile auf mobile Geräte, was zu erheblichen Veränderungen in der Anbieterstruktur geführt hat. Während Branchenriesen weiterhin Budgets im dreistelligen Millionenbereich in große Titel investieren, vertreiben viele kleinere Entwickler ihre Spiele über Plattformen wie Steam oder die App-Stores von Apple und Google. Kleine Studios haben daher einen viel größeren Anteil an den Umsätzen der Branche als früher. Möglicherweise stehen weitere einschneidende Veränderungen bevor: So nimmt langsam aber sicher der Verkauf von Virtual-Reality-Spielen an Fahrt auf. Und zahlreiche Tech-Konzerne haben große Beträge in die Entwicklung des Cloud Gaming, einer Art Streaming-Technologie für Videospiele, investiert. Sie könnte die Umsätze von Hardware-Herstellern in Zukunft erheblich gefährden. Auch bei erfolgreichen Geschäftsmodellen sollte daher die Zukunftsfähigkeit immer genauer unter die Lupe genommen werden.

Hype hinterfragen

Aufgrund des großen Wachstums der Branche in den letzten Jahren ist es wahrscheinlich, dass einige Teile des Gaming-Marktes überbewertet werden. So ist es noch völlig unklar, ob E-Sports-Teams die hohen Erwartungen erfüllen können, die einige Investoren in sie setzen. Die virtuellen Sportveranstaltungen erfreuen sich zwar bei einer jungen Zielgruppe größter Beliebtheit. Allerdings ist das Wachstum der Zuschauerschaft in letzter Zeit abgeflacht und die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells scheint begrenzt. Auch Augmented-Reality-Spiele haben sich nicht als die Goldgrube erwiesen, die viele Investoren nach dem überraschenden Erfolg von Pokémon Go darin sahen. Es ist daher ratsam, auch bei vermeintlich sicheren Anlagen in der Gaming-Industrie genauer hinzusehen und das tatsächliche Potential einer Technologie oder eines Unternehmens zu hinterfragen. Trotz des hohen Entwicklungstempos in der Branche passieren Veränderungen nicht über Nacht und so manche Technologie hat sich in der Vergangenheit als kostspieliger Flop herausgestellt.

Inhalt des Gastbeitrages wird von BRN AG nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der BRN-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von BRN AG ausdrücklich ausgeschlossen!