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Aktienkauf für Anfänger – Eine Kurzanleitung

Ein Gastbeitrag von Timm Zügler

Aktien können höhere Renditen einfahren als das beliebte Sparkonto. Aber wie investiert am Aktienmarkt. Nachstehend erfährt man rudimentäres Wissen wie man an die ersten Wertpapiere kommt.

Der durchschnittliche deutsche Aktienhalter ist maskulin, über 50 Jahre alt und verdient oberhalb der Grenze von monatlich 3.000,00 Euro Nettoeinkomme. Hierzu muss man für den Ankauf von Aktien nicht älter oder wohlhabender sein als für das Eröffnen eines klassischen Girokontos. Betrachtet man die Vorgehensweise zur Depoteröffnung, ist diese wohl auch kaum komplizierter.

Wo werden denn Aktien eigentlich gehandelt?

Aktien sind grundsätzlich nichts anderes als Unternehmensanteile. So gehört einem Aktionär mit einer Volkswagenaktie beispielsweise ein winzig kleines Stück des Konzerngigants. Man darf dadurch legitimiert sogar über relevante Projekte abstimmen, wird zu Versammlungen geladen und einiges mehr.

Gehandelt werden die Unternehmensanteile in Form der Aktie zum Beispiel an der Börse. Stark vereinfacht ausgedrückt gibt das Unternehmen eine definierte Anzahl von Anteilsscheinen aus. Diese können dann von Bankhäusern oder Versicherern, sowie auch von privaten Käufern, über die Börse erworben und verkauft werden.

Chart Symbolbild

Was benötigt man eigentlich um Aktien zu kaufen?

Um Aktien kaufen zu können benötigt man ein Depot. Ein Depot ist prinzipiell nichts anderes als ein Konto, auf welchem an Stelle von Geld, eben Aktien oder andere Wertpapiere liegen. Fast jede Deutsche Bank bietet ihren Kunden Wertpapierdepots an. Da Depots nicht zur administrativen Verwaltung von Bargeld geeignet sind, muss ihnen angeschlossen ein sogenanntes Verrechnungskonto sein. Dies kann zum Beispiel das Girokonto der Hausbank sein, anderenfalls aber auch ein nur für diesen Zweck eröffnetes Konto sein. Alle künftigen Aktionen, also Aktienankäufe und Aktienverkäufe werden dann mit Hilfe dieses Referenzkonto abgewickelt.

Wo sollte man denn ein Depot eröffnen?

Dem Grunde nach existieren zwei gute Möglichkeiten. Zum einen kann man sein Depot bei der eigenen Filialbank eröffnen. Das hat folgende Vorteile: Erstens hat man dort in der Regel bereits ein Girokonto und zweitens kann man sich vom Beratungsinstitut seines Vertrauens persönlich beraten lassen. Dies ist allerdings normalerweise mit entsprechenden Kosten, respektive Gebühren verbunden.

Kostengünstiger ist es definitiv, das Depot bei einer der zahlreich gewordenen Online-Banken zu eröffnen. Diese Banken bieten in der Regel keinen persönlichen oder Filialservice an. Dadurch haben sie eine schlanke Kostenstruktur, welche an die Kunden weitergegeben wird. Hier muss man dann eben das Referenzkonto zusätzlich eröffnen und von bestehenden Konto Budget überweisen um Handlungsfähig zu sein.

Wie findet man die besten Anbieter?

Der Handel mit Aktien über sogenannte Online-Brokern nicht kostenlos. Meistens sind zwar keinerlei Kontoführungsgebühren fällig, dafür wird man aber für jeden „Trade“, zu Deutsch „Handel“, mit entsprechenden Kosten belastet. Trade, beziehungsweise Handel bedeutet hier konkret, jedes Mal wenn eine Aktie oder Wertpapier gekauft oder verkauft wird. Diese Trading-Kosten können hoch ausfallen und sind teilweise sogar Umsatzabhängig.

Wie eröffnet man jetzt das Depot?

Jeder der vielen Serviceanbieter hat dafür eigene Prozessabläufe. Diese gleichen sich zwar sehr, können im Detail dann aber doch Diversitäten aufweisen. In der Regel muss man persönliche Daten sowie die Steuer-ID angeben. Da Gewinne aus Aktien- und Wertpapiergeschäften steuerpflichtig sind, ist die Angabe verpflichtend und notwendig. Meistens erledigt die aber der ausgewählte Broker automatisch und man muss sich um nichts kümmern. Weiterhin wird meistens abgefragt, wie fortgeschritten das Eigenwissen und der Erfahrungshorizont am Aktienmarkt bereits sind. Auch eine Bestätigung dass es um eigenverantwortliches Handeln geht muss meistens getätigt werden.

Ist die Anmeldung soweit realisiert, werden entsprechend benötigte Zugangsdaten für Konto respektive Depot, aus Sicherheitsgründen mit der Post übersandt. Wenn diese dann eingetroffen sind, kann es auch schon losgehen.

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